Apostel des Monats

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Januar: Der Apostel Paulus ist in Tarsus geboren worden. Der Geburtsort des Apostel Paulus liegt in der heutigen Türkei. Zu Lebzeiten des Apostel Paulus ist Tarsus eine bedeutende griechisch-römische Stadt gewesen. Tarsus ist die Hauptstadt der römischen Provinz Cicilien. Tarsus hat seit 66 v. Chr. zum römischen Reich gehört, ist jedoch mehrheitlich von Griechen bewohnt worden. Tarsus ist von der Kultur her griechisch. Im Lauf ihrer Geschichte hat die Stadt den Namen Antiochia am Kyndos und Juliopolis getragen. In Tarsus sind Juden zum Teil zwangsangesiedelt worden. Zu den Juden, welche in Tarsus in der Diaspora gelebt haben, gehört auch die Familie des Apostel Paulus. Über die Mutter des Apostel Paulus ist so gut wie nichts bekannt.
Der Vater von Apostel Paulus ist Pharisäer und Zeltmacher in Tarsus. Von seinem Vater erbt Apostel Paulus sein Gewerbe als Zeltmacher und vor allem das römische Bürgerrecht, was dem Apostel Paulus im Laufe seines Lebens noch sehr hilfreich sein wird.

Februar: Liebe Hörerinnen und Hörer von Radio Maria Im Februar feiert die Kirche das Fest Kathedra Petri, was für uns eine Einladung ist, mehr über den Apostel Petrus nachzudenken. «Auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen» (Mt 16,18), hat Jesus zu Petrus gesagt. Daher verehren wir in diesem Apostel den Leiter der Kirche, den ersten Papa, den Papst. In ihm verkörpert sich in besonderer Weise das Lehramt der Kirche, denn er hat in der Reihe der Apostel eine besondere Vorrangstellung. In Petrus finden wir aber auch das Drama der Untreue, denn er hat Jesus dreimal verleugnet. Aber nachdem auch er mit dem Heiligen Geist gestärkt worden ist, wurde er ein mutiger Prediger und Zeuge Jesu, der am Ende seines Lebens sogar bereit war, mit dem Kopf nach unten gekreuzigt zu werden. In diesem Aposteljahr sind wir alle eingeladen, das Vorbild der Apostel nachzuahmen und selber Apostel und Zeugen Jesu zu sein. Erfahren Sie mehr über den hl. Petrus in der Spiritualitätssendung vom Dienstag, 22.2.22 um 14.00 Uhr!

März: Der Gedenktag des Apostels Matthias ist im deutschsprachigen Raum der 24. Februar. Matthias kam erst nach der Himmelfahrt Christi durch das Los in das Apostelkollegium, an Stelle Judas Iskariots (Apg 1,26). Nach unsicheren Berichten bei Eusebius von Cäsarea stamm- te Matthias aus einer wohlhabenden Familie in Betlehem. Er habe Jesus in jungen Jahren kennengelernt und zu den 70 anderen Jüngern gehört, die Jesus zur Verkün- digung des Reiches Gottes aussandte (vgl. Lk 10,1). Über sein Wirken gibt es verschiedene Berichte. Immer wie- der kommt aber dieselbe Todesursache zum Ausdruck: Er wurde mit einem Beil getötet. Teile seiner Gebeine wer- den in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom verehrt. Der Grossteil seiner Gebeine kamen im 11. Jahrhundert nach Trier, wo sie im Altar des St. Matthias-Klosters aufbewahrt werden. Mehr über diesen Apostel erfahren Sie in der Spiritualitäts- sendung vom 9. März von Pfr. Matthias Rey.

April: Der Apostel Philippus wurde in Bethsaida in Galiläa geboren und ist vermutlich um 81 in Skythien in der heutigen Ukraine gestorben. Er gehört zu den zwölf Aposteln Jesu (Matthäus 10,3). Er ist von dem in der Apostelgeschichte (Apg 6,5) erwähnten Diakon Philippus zu unterscheiden, auch wenn in der Legendenbildung die beiden Philippus-Biografien irrtümlich miteinander verbunden wurden.  Philippus bringt gleich nach seiner eigenen Berufung einen weiteren Mann, Nathanael, zu Jesus. Er wird anlässlich des Wunders der Brotvermehrung von Jesus auf die Probe gestellt, kann sich ein Wunder aber nicht vorstellen. Für Griechen, die Zugang zu Jesus wünschen, fungiert Philippus, der ebenfalls einen griechischen Namen trägt, als Mittelsmann. In den Abschiedsreden Jesu versteht Philippus nicht, wie Gott erkannt werden kann und bittet Jesus, ihn den Jüngern zu zeigen. Philippus wird von Johannes insgesamt als Jünger beschrieben, der nicht alles versteht und trotzdem Menschen zum Glauben bringt.

Mai: Jakobus «der Jüngere» war der Sohn des Alphäus und Mitglied des Zwölferkreises der Jünger um Jesus (Markusevangelium 3, 18). Er wird in den Apostellisten immer gegen Schluss genannt. Seit Hieronymus wird Jakobus mit den im Markusevangelium 15, 40 genannten „Jakobus dem Kleinen / Jüngeren“ gleichgesetzt, daher sein Beiname. Der Überlieferung nach sollte Jakobus von der Zinne des Tempels - also für alle weithin sicht- und hörbar - seinen Glauben widerrufen; nach seiner Weigerung wurde er demnach auf Anstiften des Hohenpriesters Hannas durch das Synedrium, den Hohen Rat der Juden, zum Tod verurteilt, von der Mauer des Tempels gestürzt und mit einer Tuchwalker-Stange erschlagen. Jakobus-Reliquien werden seit dem 5. Jahrhundert in der wohl zuvor durch den römischen Bischof Julius I. gebauten und zunächst seinen Namen tragenden Kirche Santi Dodici Apostoli in Rom verehrt.

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